Referenzwerke
Zur Recherche für mein gewähltes Thema für den Kurs geschichtswissenschaftliches Arbeitens konnte ich auf eine Hilfestellung meiner Professorin zurückgreifen. Im Rahmen einer Hausübung war es unsere Aufgabe, Referenzwerke (vorwiegend im Lesesaal und den Katalogsälen der Hauptbibliothek) zu sichten, einen Begriff daraus auszuwählen und sich die Definition und die Präsentation dieses Begriffs näher anzusehen. Zusätzlich sollten wir die unmittelbar daneben aufzufindenden Bücher beachten, was einen auch während jeder anderen Recherche auf neue Zusammenhänge und Ideen bringen kann.
Ich fand schon in den ersten Lexika und Enzyklopädien interessante Artikel, die mir während der Arbeit an meinem Thema hilfreich erscheinen. So ist etwa die Definition der Ehe im „Grammatisch-kritischen Wörterbuch der Hochdeutschen Mundart“ (Autor: Johann Christoph Adelung) von 1793, vom rechtlichen und alltäglichen Standpunkt aus betrachtet, ein interessantes Detail, während in den 1986 in 6. Auflage erschienenen „Gebräuchlichen Abkürzungen des 16.-20. Jahrhunderts“ von Kurt Dülfer und Hans-Enno Korn Erklärungen für heutzutage nicht mehr gebräuchliche Abkürzungen in der herrschaftlichen Korrespondenz zu finden sind. Zum Vergleich der rechtlichen Unterschiede der Ehe heute und im 17. Jahrhundert wird man etwa im “Handwörterbuch zur deutschen Rechtsgeschichte” von Adalbert Erler fündig.
Die Recherche in der Enzyklopädie-Reihe des Brockhaus ergab keine brauchbaren Informationen für mein Thema. Hingegen war die Durchsicht der „Österreichischen Wappenkunde“ von Franz Gall aus dem Böhlau Verlag und das Lexikon „Alte Maße, Gewichte und Münzen“ von Helmut Kahnt und Bernd Knorr eine kleine Anregung für mich, auch die verwendeten Symbole in der Bildbeschreibung und die Symbolik meiner Bildquelle im Allgemeinen zu berücksichtigen. Zur Person der Erzherzogin Maria Magdalena konnte ich mich im Österreichischen biographischen Lexikon und der Österreichischen historischen Bibliografie einen Überblick verschaffen. Zum Bräutigam, Cosimo de Medici, konnte ich bibliografische Angaben im italienischen biografischen Lexikon finden. Für einen Einblick in die jeweiligen Familienstammbäume erschienen mir das „Genealogische Handbuch der adeligen Häuser“ von Hans Friedrich von Ehrenkrook und das „Handbuch der europäischen Staatengeschichte“ hilfreich.
In der Enzyklopädie der Neuzeit-Reihe waren für mich besonders die Darstellung der Regierungsform, die Legitimation von Herrschaft durch Inszenierung und die rechtliche Stellung der Frau als Ehefrau interessant. Hierzu wählte ich mir Schlagwörter wie Ehe(frau), Monarchie, Fürstentum, Herrschaft(ssymbole), Macht, Repräsentation, Dynastie, Heirat usw. aus. Diese werde ich in der vertiefenden Recherche reduzieren, allerdings bin ich mir noch nicht über die genaue Formulierung meiner Forschungsfrage im Klaren.
Als Fazit, lässt sich sagen, dass ein breitgestreuter Überblick über verschiedene Aspekte meiner Bildquelle optimal ist, sich mit dem Thema im Hinblick auf eine Arbeit zu befassen. Mit diesen ersten Impulsen kann ich nun daran gehen, meine Forschungsfrage – nach der Lektüre der Diplomarbeit meiner Professorin, welche sich auch mit dieser Vermählung befasste – zu formulieren.