Übungsaufgabe 10

Recherche in H-Net und H-Soz-u-Kult

Die Recherche in H-Net war für mich nicht sehr hilfreich, da es nicht viel Aktuelles an Artikeln zu meinem Thema gibt, wie ich schon in der Datenbanksuche erwähnt hatte. Eine zu spezifische Suche erbrachte überhaupt keine Treffer und allgemeinere Begriffe brachten viele Treffer, die für meine Arbeit nicht relevant sein werden.

Auf der Plattform H-Soz-u-Kult versprach ich mir mehr Erfolg bei der Suche. Ich konnte einige Anhaltspunkte zu interessanten Werken, durch Rezensionen oder Tagungsberichte herausfinden und so mit konkreten Namen und Buchtiteln meine Recherche fortführen. Wobei es auch hilfreich ist, dass die Treffer mit vollem Titel der Bearbeitung, Rezension etc. angegeben werden. Im H-Net wird erst der Titel der Veröffentlichungsreihe oder Zeitschrift angegeben und teilweise ist erst durch einige Suche innerhalb dieser Artikel ein Hinweis auf das Motiv für diesen Treffer herauszufinden. Das erschwert die Suche und macht sie zeitaufwändiger.

Diese zwei Online-Ressourcen sind für erste Hinweise zu Werken hilfreich und können bei bereits bekannten Autoren die Suche vertiefen. Etwa indem Rezensionen zu diesen Büchern angezeigt werden.

Übungsaufgabe 9

Online-Suchergebnisse oder „Wo haben sich die relevanten Werke versteckt?“

Meine einstündige Suche in den Online-Datenbanken der UB Wien und der ÖNB begann mit der ernüchternden Erkenntnis, dass es viele Datenbanken gibt und die Auswahl sich schwierig gestaltet, wenn man noch keinen tiefgründigen Einblick in die Datenbankangebote hat. Es war jedenfalls vorteilhaft, dass ich über den Besuch des Kurses zur geschichtswissenschaftlichen Arbeitstechnik bereits einige Datenbanken kennengelernt hatte. Auf diese stütze ich mich als erstes, erkannte aber bald, dass meine Suchbegriffe nicht wirklich Ergebnisse brachten. Ich musste sie also etwas anpassen und verallgemeinern. Am schnellsten konnte ich relevante Werke aber mit der Eingabe von Personennamen (in meinem Fall Cosimo de Medici II., Ferdinand I. und Maria Magdalena) finden. Meine Arbeit wird aber diese Vermählungsfeierlichkeiten nur als Ausgangspunkt berühren und sich danach auf die Inszenierung höfischer Feste konzentrieren. So musste ich mich mit ein paar Autorennamen, die ich in meiner Literaturrecherche bereits herausgefunden hatte, weiter in die Online-Recherche vertiefen. Zeitschriftenartikel konnte ich dabei kaum welche entdecken, da es zu meinem Thema nicht sonderlich viel aktuell Publiziertes zu geben scheint. In der Datenbank Historical Abstracts und im Zeitschriftenarchiv PIO ergab meine Suche zB nur einige wenige Artikel, die zudem auch noch zu genaue Aspekte des höfischen Zeremoniells beleuchteten. Das würde den Rahmen meiner Arbeit sprengen. Bei den restlichen Ergebnissen fand ich hauptsächlich Artikel in Sammelbänden, die ich bereits über die „physische“ Literaturrecherche entdeckt hatte. Die vorgegebene Stunde war dabei ein großes Problem, da die Datenbanken teilweise beim ersten Mal nicht funktionierten oder ich erst die VPN-Verbindung zum Uni-Server auswählen musste.
Für die Datenbank-Onlinerecherche ist es unbedingt notwendig, sich genügend Zeit nehmen zu können. Mit der vom Geschichte-Institut zur Verfügung gestellte Datenbank-Auswahl (zu historischen Datenbanken) kann die Suche zwar etwas zeitsparender erfolgen, dabei besteht aber die Gefahr, dass man allgemeine Datenbanken nicht konsultiert und fachübergreifende Werke und Artikel nicht entdeckt. 

Für die Suche über Google erwartete ich mir zu Beginn ein ziemliches Chaos an Zitaten aus googlebooks und nicht relevanten Webseiten. Aus der Erfahrung mit den Stichworten in den Online-Datenbanken hatte ich gelernt und wählte daher gleich „höfische Inszenierung“ oder „höfische Feste im 17. Jahrhundert“ als Suchbegriffe. Wie erwartet, stieß ich auf einige Treffer aus googlebooks, die mich zu ein paar mir bereits bekannten Werken führten. Davon abgesehen waren auch Hinweise auf Werke, die ich in den Datenbanken nicht gefunden hatte, zu bekommen. Es handelt sich dabei um Rezensionen zu Artikeln oder eigenständige Publikationen, die nur online – zB im Rahmen von Seminaren an Universitäten – publiziert wurden. Auch einige Kommentare auf Homepages von Privatpersonen zu mittelalterlichen und frühneuzeitlichen Themen waren zu finden. Was die höfischen Feste betrifft: Der Hauptanteil der Ergebnisse wurde von sehr spezifischen Artikeln über eine bestimmte Region oder Stadt gebildet. Dies ist für mich nicht sehr ergiebig, da ich mich nicht nur auf eine einzelne Stadt konzentrieren möchte.
Die Google-Suche war überraschenderweise doch ergiebiger als ich es mir vorgestellt hatte und der Zeitaufwand gestaltet sich auch kürzer, als für die UB-Datenbanksuche. Über Google findet sich allerdings Vieles, das nicht wissenschaftlich zitierbar wäre und die Reihung der Treffer ist immer problematisch. Es könnte genauso auf Seite 10 noch ein äußerst relevantes Werk angegeben sein, auf das ich aber vielleicht gar nicht mehr stoße.